Wir haben eine Crowdfundingkampagne gestartet!

Die Kooperation gegen Polizeigewalt hat eine Crowdfundingkampagne gestartet, um die Miete für einen Beratungsraum in der Dresdner Neustadt zu finanzieren. Dieser soll als Anlaufstelle für Betroffene von Polizeigewalt dienen. Den Link zur Kampagne findet ihr hier: https://gofund.me/f168c591

Wir wollen bei Racial Profiling, anderen diskriminierenden Kontrollen, Übergriffen und Mord durch die Polizei nicht länger tatenlos zusehen. Ob durch eine Spende oder dem Teilen dieser Information auf Twitter, Social Media, via E-Mail oder mündlich, jedes bisschen Unterstützung bringt uns dem Ziel etwas näher. Seid solidarisch mit den Betroffenen und helft uns, eine unabhängige Beschwerdestelle und ein unterstützendes Netzwerk für Betroffene von Polizeigewalt in Sachsen aufzubauen!

Text zur Kampagne:

Im Jahr 2020 hat sich in Dresden die Kooperation gegen Polizeigewalt Sachsen gegründet. Als Reaktion auf Polizeigewalt, über die im Jahr 2020 global, aber auch ganz in unserer Nähe immer wieder berichtet wurde. Wir wollen bei Racial Profiling, anderen diskriminierenden Kontrollen, Übergriffen und Mord durch die Polizei nicht länger tatenlos zusehen. Angezeigte Fälle von Körperverletzung im Amt in Sachsen haben wir für Euch in diesem Beitrag [1]statistisch aufgearbeitet. Selten werden diese Fälle weiterverfolgt. So kam es zum Beispiel bei den 308 Polizist*innen im Jahr 2019, welche wegen Körperverletzung im Amt angezeigt wurden, nur zu einer einzigen Verurteilung. Und die Dunkelziffer ist wohl noch deutlich höher! [2]


Im neuen sächsischen Polizeigesetz, das in diesem Jahr in Kraft trat, werden die Befugnisse der Polizei auch in Sachsen deutlich ausgeweitet. Durch die Corona-Maßnahmen wurde der Handlungsspielraum noch einmal erweitert. Auf die lange bestehende Forderung nach einer Kontrolle der Polizei wurde in der Neuausgestaltung des Polizeigesetzes jedoch nicht eingegangen. Deshalb nehmen wir das nun selbst in die Hand!

Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe von acht Menschen, die in Dresden arbeiten und leben. Wir kommen aus unterschiedlichen Kontexten, IT, Soziale Arbeit, Psychologie, Pädagogik und Studium und bringen verschiedene Fähigkeiten mit.Lest hier [3] mehr über unsere Ziele und Prinzipien.

Was machen wir?

Wir bauen eine unabhängige Beschwerdestelle und ein unterstützendes Netzwerk für Betroffene von Polizeigewalt auf. Wir arbeiten daran, Daten über Polizeiaktionen zu sammeln, Informationen zu veröffentlichen und Betroffenen durch die Vermittlung von psychologischer oder juristischer Beratung zur Seite zu stehen. Um individuelle Unterstützung zu leisten, bilden wir uns ständig weiter und arbeiten mit anderen Initiativen zusammen.

Wie finanzieren wir uns?

Wir arbeiten ehrenamtlich, trotzdem gibt es laufende Kosten, wie Büromiete, Internet, Informationsmaterial, u.a.Wir stellen keine Förderanträge auf Finanzierung durch politische Parteien und Stiftungen und nehmen auch keine Spenden von politischen Parteien, Stiftungen, staatlichen Strukturen, großen Unternehmen und Firmen entgegen, um mit dieser wichtigen Initiative politisch unabhängig zu sein.Wir sind der Meinung, die Gesellschaft sollte die Strukturen selbst schaffen, an denen sie ein Interesse hat.

Wie könnt ihr uns unterstützen?

Helft uns, einen ruhigen und sicheren Ort zu erschaffen, eine Anlaufstelle, an die sich Betroffene von Polizeigewalt wenden können. Wir haben einen Raum in der Dresdner Neustadt gefunden, den wir ab Februar öffnen möchten. In diesem wollen wir Personen, die Gewalt durch die Polizei erfahren haben oder Fehlverhalten beobachtet haben, je nach Anliegen beraten. Sei es mit medialer Öffentlichkeit, einem Ort zum Reden oder der Vermittlung von Beratung. Das Angebot wird anonym ermöglicht und richtet sich nach den Wünschen der Betroffenen. 

Wir brauchen monatlich 300€ für Miete und Internet, 30€ Hostingkosten und 20€ Informationsmaterial. Unterstützt uns mit einer Spende, sodass wir den Raum für das nächste Jahr finanzieren können. Helft dabei, dass Polizeigewalt nicht mehr totgeschwiegen und als Einzelfall verharmlost wird und Betroffene nicht mehr allein dastehen.

Lasst uns dem Polizeiproblem gemeinsam die Stirn bieten!

Website: www.kgp-sachsen.org Twitter: @kgp-sachsen

[1] – https://www.kgp-sachsen.org/2020/12/18/korperverletzung-im-amt-durch-sachsische-beamtinnen/
[2] – https://kviapol.rub.de/index.php/inhalte/zwischenbericht
[3] – https://www.kgp-sachsen.org/unsere-ziele-und-prinzipien/

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